Portáši und Briganten
Die Portáši waren eine eigenartige und originelle Einrichtung in der Walachei, die anderswo bei uns keine Analogie hatte.
Portáši – das Sicherheitkorps, das sich um Schutz der Pässe, Grenzen, später auch des Landes und Grenzgebietes kümmerte. Außerdem fahnden sich nach Raubschützen und nach denjenigen, die zur Rekrutenaushebung nicht gekommen waren. Sie begleiteten die Militärabteilungen, führten die Kriminellen zum Gericht, ins Gefängnis, fahnden nach Tabak- und Salzpaschern.
Die Entstehung der Portáškorps geht in das Jahr 1638 zurück, seit dem Jahr 1717 wurde von dem Kaiser der „Portáškorps“ mit einem festen Dienst an der Spitze mit dem Leutnant (früher Kapitan) bewilligt. Dem Leutnent wurden untergeordnet: Feldwebel, fünf Korporale und 54 gemeine Portaschen. Einer der bekanntesten Portáš war Stavinoha aus Velké Karlovice.
Die Portáši trugen den walachischen Tracht, zu ihrer Ausrüstung gehörten vor allem: kleine Flinte „těšínka“, walachischer Knüppel „valaška“ - an seinem Ende war ein Beil, ein Seil am Ende mit einer Kugel geschafft, später ein kurzer Säbel. Am Schulter trugen sie eine gestrickte Tasche für Brot (sajdak), eine Feldflasche enthielt flüssige Erfrischung. Für Schießpulver und Blei hatten sie den sog. Túlec.
Im Dienst war immer eine Hälfte von Portáši, die zweite musste erreichbar sein. Während des Dienstes ging man auch für mehrere Tage aus, man übernachtete in herrschaftlichen Häusern. In jedem Tal hatten die Portáši ein Platz zu Erholung (z.B. ein Teil des Tals Podťaté in Velké Karlovice heißt Noclehy – das Übernachten). Die Portášposten gab es an vielen Orten Ostmährens – Lidečko, Čeladné, Halenkov, Jasenná, Velké Karlovice, Valašská Bystřice usw. Der Korps wurde definitiv im Jahre 1830 aufgelöst, zu Wiederherstellung kam es im Jahre 2005 in Valašská Bystřice.
Das Ziel der Bürgervereinigung der Portáš in heutiger Zeit ist es, an die berühmte Portášgeschichte in Mähren zu erinnern. Die Vereinsmitglirder machen Botengänge in den Bergen in zeitgemäßen Trachten und Ausrüstung. An diesen Wegen treffen sie die hiesigen Bürger und Touristen und bieten Informationen über Geschichte der Portáš.
Heutzutage bewahren sie die Grenzen nicht mehr, aber als Naturbeschützer im Zusammenarbeit mit Verwaltung des Naturschutzgebiets Beskydy schützen sie dien Natur und die Landschaft und wirken als Informatoren. Die Portáši genießen den Rechtschutz des öffentlichen Funktionärs. Da sie Waffen tragen, müssen sie nötige Ausbildung absolvieren.
Die Portáši traten auch gegen Briganten, für die die Berge mit tiefen Wäldern das Land der Verheißung waren.
In Velké Karlovice war am bekanntesten der Brigant Paseka, der eine Hütte am Rande von Jezerné haben sollte. In Sagen wird auch von den sieben Brüdern Mateřánka gesprochen.
Der Brigant, der nicht in der Gegend von Horní Vsacko wirkte, aber der bis heute wohl noch mit dem Jánošík am bekannntesten ist, war Ondráš, der Sohn des Vogtes Fuciman aus Janovice. Nach den Gegenden, wo er sich aufhielt, wurde er auch „Der Herr der Lysá hora“ genannt.
Sein Vater wurde in Gefängnis in der Burg Hukvaldy geworfen. Ondráš half ihm fliehen und dafür wurde er auf Anweisung des Grofen gepeitscht. Ondráš ist geflohen , versammelte die unzufriedenen Bauern und wurde Brigant. Sie fielen Bauernhöfe und reiche Händler an und unternahmen Anfälle an die Herren in Frýdek und Hukvaldy.
Sein Leben kam zu Ende am 1. April 1715 in der sviandovská Horákova Kneipe. Da tanzten und unterhielten sich die Brigante, als auf einmal Jura, einer von seinen Kameraden, vielleicht im Wahnbild der Belohnung von 100 Gulden oder für Erfolg bei der Tochter des Schankwirtes, schlug den Ondráš mit dem Knüppel. Ondrášs Körper wurde geviertelt und auf Bäumen gehangen, die anderen Briganten wurden gefangen und in Těšín gerichtet. Juráš wurde wieder Brigant. Er wurde aber auch gefangen und starb im Gefängnis zwei Jahre nach dem Tod von Ondráš.
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Die Portášfußwege |
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